Um die Ursachen für die Verzögerungen beim Beweidungsprojekt „Westfalens Wilder Westen“ zu erörtern, trafen sich die Kreisgruppe des NABU Coesfeld und die Grüne Kreistagsfraktion in Borkenberge. Ein gemeinsamer Erkundungsgang vom Flugplatz zur Infotafel am ehemaligen Übungsgelände verdeutlichte den kritischen Zustand: Während das Projekt seit Jahren geplant ist, herrscht aktuell ein besorgniserregender Stillstand. Die fortschreitende Verbuschung sowie die illegale Nutzung des FFH-Gebiets durch Quads und Mountainbikes gefährden dieses Naturjuwel des Kreises Coesfeld massiv.
„Es ist unverständlich, warum ein so wichtiges Projekt zum Schutz unserer regionalen Biodiversität derzeit stagniert“, erklärt Patrick Jansen, Fraktionssprecher der Grünen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass durch Zögern ein wertvolles Biotop unwiederbringlich verloren geht. Wir fordern jetzt eine klare Zeitlinie für die Umsetzung der Beweidungsmaßnahmen.“ Auch Dorothea Knepper-Wollny, Vorsitzende des NABU Coesfeld, warnt vor den Folgen: „Das Gebiet ist in einem Zustand, in dem wir dringend handeln müssen. Wenn wir die Verbuschung und die Zerstörung durch illegale Fahrten nicht stoppen, verlieren wir eine ökologische Schatzkammer unseres Kreises.“
Ziel des Treffens war es, die gemeinsame Basis für ein entschlossenes Vorgehen zu schaffen. Die Grünen und der NABU werden nun gezielt auf die verantwortlichen Akteure und Entscheidungsträger zugehen, um sie zu einem zeitnahen Gespräch über die konkrete Umsetzung der Maßnahmen zu bewegen. Nur durch einen sofortigen Neustart des Projekts kann der dauerhafte Erhalt dieses besonderen Naturraums gesichert werden.

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